Dividendenkalender: Fakten & Termine

Ein Dividendenkalender umfasst die Aktiengesellschaft, deren ISIN, die zu erwartende Dividende sowie den Tag der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft. Der Dividenden-Termin ist bedeutsam für die Dividendenauszahlung und den Aktienkauf. Mit dem Dividendenkalender können Aktienkäufer ihre Investitionen in dividendenstarke Wertpapiere strategisch planen. Auf lange Sicht kann eine regelmäßige Dividendenzahlung zu einer überdurchschnittlich positiven Performance bei der Aktienanlage führen. Profi-Trader investieren gemäß der Dividendenstrategie.

In den letzten Jahren waren die Dividendenauszahlungen der DAX Unternehmen konstant hoch. Laut statistischem Bundesamt schütteten im Jahr 2012 die Unternehmen 27,8 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus. 2013 waren es 28 Milliarden Euro, 2014 27,2 Milliarden Euro und 2015 ca. 30 Milliarden Euro. Für die DAX Dividenden 2016 wird erwartet, dass ca. 31 Milliarden Euro der Gewinne aus dem Geschäftsjahr 2015 ausgeschüttet werden. Prüfen Sie die historischen DAX Dividendensummen der letzten 10 Jahre. Bei so hohen Ausschüttungen ist es für Aktionäre von Interesse, wann die Dividenden ausgezahlt werden. Der Dividendenkalender 2016 zeigt an, wann der Tag der Hauptversammlung (Dividendentermin) ist und wie hoch die zu erwartende Dividendenrendite ausfallen wird.



Aktienkurs DAX 2016

DAX Aktienkurse ca. 15 Minuten zeitverzögert
Quelle: https://finance.yahoo.com

Hauptversammlungstermine 2016

*Erwartete Rendite (Prognose-Wert). Die tatsächliche Dividende wird am Tag der Hauptversammlung vorgeschlagen.

DAX Unternehmen schütten 2016 Dividenden in Höhe von bis zu 31 Milliarden Euro aus

Die Aktionäre der DAX Unternehmen werden auch 2016 wieder an den Gewinnen der Aktiengesellschaften partizipieren können, an denen sie beteiligt sind. In den nachfolgenden Dividenden Videos wird erklärt, wie ein Anleger gemäß einer Dividenden-Strategie sein Geld anlegen kann und wie die Dividendenrendite dabei hilft, langfristig vom Investment zu profitieren.

Dividenden & Hauptversammlungen im Dividendenkalender

Der DAX Dividendenkalender bietet auf einen Blick eine tabellarische Übersicht über im deutschen Leitindex DAX gelistete Aktien, unter Angabe der internationalen Wertpapierkennnummer ISIN, dem Tag der Hauptversammlung sowie der zu erwartenden Dividende. Aktien bieten zwei Möglichkeiten Erträge zu erzielen. Einerseits können durch Kurssteigerungen positive Gewinne erzielt werden, andererseits lassen sich über Dividendenzahlungen regelmäßige Erträge erwirtschaften. Während der Aktienkurs Spekulationen in positiver und negativer Richtung beinhalten kann, stellt die Dividende einen tatsächlichen Gewinnanteil des Unternehmens dar. Es handelt sich um eine Gewinnausschüttung - der Gesetzgeber bezeichnet dies im Aktiengesetz als auszuschüttenden Betrag.

Die Dividende wird vom Vorstand vorgeschlagen und auf der Hauptversammlung beschlossen. Ausgeschüttet wird die Dividende gewöhnlich am ersten Tag nach der Hauptversammlung. Ausgezahlt wird die Dividende an den Aktionär, der am letzten Tag vor dem Ex-Tag die zugehörige Aktie in seinem Depot besitzt. In Deutschland werden Dividenden gewöhnlich jährlich ausgeschüttet. Die Dividendenrendite ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende zum aktuellen Aktienkurs. Die Dividendenrenditen der DAX Aktien liegen in etwa bei 2-3%. Die Ausschüttungsquote der DAX-Unternehmen lag 2006 bei 41%. Auf europäischer Ebene wurden im Schnitt sogar noch mehr Dividenden gezahlt. Hier wurden etwa die Hälfte der Unternehmensgewinne an die Anleger ausgeschüttet. Welche Unternehmen 2016 für dividendenorientierte Anleger interessant sein könnten, ist in folgendem Artikel bei finanzen.net übersichtlich zusammengefasst.

Erzielen einer hohen Dividendenrendite mit Hilfe des Dividendenkalenders

In 2016 werden deutsche Unternehmen ca. 31 Milliarden Euro Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. 25 der 30 Unternehmen planen demnach die Dividende zu erhöhen. Die Gewinnausschüttungsquote deutscher Aktien wird ungefähr 37 % betragen. Eine solche Quote wird erreicht, obwohl 3 Unternehmen des DAX keine Dividende 2016 auszahlen werden. Die DAX Schwergewichte RWE und Deutsche Bank werden ihre Dividende streichen. Vermutlich wird Volkswagen aufgrund des Abgasskandals nur eine Mini-Dividende auszahlen. Der Autobauer Daimler wird hingegen nahezu 3,5 Milliarden Euro an Dividenden ausschütten und zählt damit zum stärksten Dividendentitel des DAX. Neben den Dividenden-Königen im DAX gibt es auch Aktien aus der 2. Reihe, die sehr interessant und stark erscheinen. Hierzu zählt der Gesundheitskonzern Fresenius, der bereits zum 23. Jahr in Folge die Dividende erhöht. Ab 25 Erhöhungen in Folge würde Fresenius in die Liga der Dividendenaristokraten aufsteigen, die vor allem im amerikanischen Börsenumfeld bekannt sind. Neben Fresenius sollte man aus dem DAX noch den Rückversicherer Münchener Rück hervorheben, der seine Münchener Rück Dividende auf voraussichtlich 8,25 Euro erhöhen wird (Vorjahr: 7,75 Euro). Vergleicht man die Dividendenrendite mit Zinsen, die man aufs Tagesgeld bekommt, scheint ein Investment unter Rendite-Aspekten in Dividenden-Titel vorteilhafter, denn der aktuelle Tagesgeldzins beträgt derzeit bei der besten Tagesgeld-Bank 1,30 % (Stand 01/2015).

Der Dividendenkalender gibt einen Überblick über die Dividendentermine und Dividendenrenditen deutscher DAX Unternehmen. Entscheidend sind Hauptversammlungs-Termine sowie die prognostizierten Dividenden.

DAX im Höhenflug. Folgen die Dividenden 2015?

Die DAX Unternehmen sitzen im Jahr 2015 auf liquiden Mitteln im Wert von ca. 140 Milliarden Euro. Aufgrund der aktuellen Zinslage, ist es für die Unternehmen nur noch schwer möglich positive Zinserträge zu erzielen. Einige Banken erheben für Sparguthaben bereits Strafzinsen. Für Anleger könnte dies ein Vorteil sein, da die Unternehmen auf den Hauptversammlungen voraussichtlich beschließen werden, 30 Milliarden Euro in Form von Dividendenzahlungen an die Aktionäre auszuschütten. Neben Direktanlagen in einzelne DAX-Titel kann ein Investor auch in ETFs mit Dividendenstrategie investieren und somit bis zu 3x im Jahr von den Dividendenausschüttungen partizipieren. Mit dem Dividendenkalender haben Sie die Dividendentermine des DAX immer im Blick. Schweizer Aktien können Sie im SMI Dividendenkalender 2016 einsehen. Ein Blick auf das Schweizer Parkett lohnt sich, zählt bspw. der Nahrungsmittelkonzern Nestle seit Jahren zu den erfolgreichsten Dividenden-Aktien. 

Bekannte Aktien mit und ohne Dividendenauszahlung

Zu den meistgeklickten Aktien auf Hauptversammlungs-Termine.de zählten im Jahr 2015 die Seiten von Allianz Dividende 2015, BASF Dividende 2015, BMW Hauptversammlung 2015, RWE Dividende und Deutsche Telekom Dividende 2015. Neben den DAX Unternehmen haben wir auch die Aktie von Apple als teuerstes Unternehmen der Welt im Dividendenkalender unter Apple Dividende 2016 aufgenommen. Darüber hinaus finden Sie Informationen zu den amerikanischen Unternehmen Amazon.com und PayPal auf dieser Seite.

Ein weiterer bekannter Dividendentitel aus der benachbarten Schweiz ist das Wertpapier der Nestlé AG. Dividendenorientierte Anleger können sich hier neben dem Hauptversammlungs-Termin auch über die Nestle Dividende informieren. Die Performance der Nestle Aktie ist im Vergleich zu weiteren Wertpapieren des SMI beachtenswert. Das Konsumgüter-Unternehmen hat 2015 zum 19. Mal in Folge die Dividende erhöht.

Zum 20.07.2015 wurde die Paypal Holdings Inc. (WKN: A14R7U) aus der eBay Inc. gelöst und als eigener Wert an der Börse notiert. Der Paypal IPO (ISIN: US70450Y1038) erfolgte am 20.07.2015 an der Nasdaq in New York.

Was wird am Tag der Hauptversammlung beschlossen?

In Deutschland besteht jede Aktiengesellschaft aus drei so genannten Organen. Dabei handelt es sich um den Vorstand, den Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Die Hauptversammlung ist ein beschließendes Organ und sie besteht aus allen Aktionären der betreffenden Aktiengesellschaft. Auch in anderen Rechtsformen, wie beispielsweise bei Vereinen, wird eine Versammlung der Mitglieder teilweise als Jahreshauptversammlung bezeichnet. Dies ist streng juristisch gesehen aber nicht richtig. Korrekt ausgedrückt handelt es sich bei Versammlungen der Mitglieder eines Vereins nämlich um eine so genannte Mitgliederversammlung und um keine HV. In einer GmbH und Personengesellschaften bezeichnet man eine solche Versammlung auch nicht als HV sondern als Gesellschafterversammlung. Seit 1937 kann die HV dem Vorstand keine Weisungen erteilen, denn laut dem aktuellen Gesetz kann die Hauptversammlung lediglich über Fragen der Geschäftsführung entscheiden, wenn der Vorstand dies verlangen sollte. Vor dem Jahr 1937 wurden der HV weitreichendere Rechte zugestanden. Der Hauptversammlung stehen heute noch die folgenden Rechte zu:

 

  • Während der Aufsichtsrat den Vorstand bestellt, ist die Hauptversammlung (HV) zuständig für die Abberufung und die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrates.
  • Entscheidungen über Änderungen in der Satzung werden getroffen, besonders im Bereich der Kapitalmaßnahmen wie beispielsweise ein bedingtes Kapital, die Kapitalherabsetzung, diverse Kapitalerhöhungen usw.
  • die Bestellung von Abschluss-Prüfern, die Bestellung von Prüfern für Gründungsvorgänge und auch die Geschäftsführung des Vorstands.
  • Die Bestellung von Sonder-Prüfern.
  • Die Hauptversammlung sorgt für die Entlastung des Aufsichtsrats und auch des Vorstands.
  • Sollte der Aufsichtsrat und der Vorstand dies beschließen, ist die Hauptversammlung zuständig für die Feststellung des Jahresabschlusses. Ansonsten nimmt die Hauptversammlung den von Vorstand und Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschluss lediglich entgegen.
  • Die Entscheidung über die Verwendung des Bilanzgewinns.
  • Die Übertragung des gesamten Gesellschaftsvermögens.
  • Die Auflösung der gesamten Gesellschaft.
  • Sämtliche sonstige Maßnahmen zur Geschäftsführung, die in ihrer Wirkung an die einer Satzungsänderung heranreichen.

 

 

Ordentliche Hauptversammlung vs. außerordentliche Hauptversammlung

In der Hauptversammlung wird das Stimmrecht nach den entsprechenden Aktiennennbeträgen ausgeübt und bei den Stückaktien nach deren genauer Zahl. Die Satzung der AG kann jedoch eine andere Regelung vorschreiben. Für die Abstimmungen in der Hauptversammlung gilt eine einfache Mehrheit, wenn in der betreffenden Satzung nichts anderes vorgesehen ist. Bei Beschlüssen, beispielsweise einer Liquidation der Gesellschaft oder einer Änderung der Satzung, müssen mindestens drei Viertel des Gesellschaftskapitals zustimmen, welches auf der Hauptversammlung vertreten ist. Die so genannte Sperrminorität reicht zur Verhinderung dieser Beschlüsse aus.

Neben der ordentlichen Hauptversammlung gibt es auch noch die so genannte außerordentliche Hauptversammlung, die nicht jährlich stattfindet, sondern aufgrund besonderer Anlässe. Solche Anlässe können zum Beispiel unerwartete Ereignisse sein wie Übernahmen, die Abberufung von Aufsichtsräten oder Kapitalmaßnahmen. Der Vorstand lädt zur Hauptversammlung aufgrund des eigenen Entschlusses oder einem Minderheitenvotum von Aktionären ein. Dadurch kann es binnen eines Jahres zu mehreren Hauptversammlungen einer Aktiengesellschaft kommen.

Aktien Ratgeber: Aktien günstig kaufen

Beim Aktienkauf stellen sich gerade Anfänger die Frage, wo man Aktien am Günstigsten kauft. Neben dem klassischen Filialgeschäft für Wertpapiere gibt es seit einigen Jahren den Trend zum Kauf von Aktien über das Internet. Die Vor- und Nachteile für beide Varianten werden im Aktienkauf Ratgeber erklärt.



Verfasser Thomas W.
Datum
Titel Ein DAX Dividendenkalender hilft mir in meinem diversifizierten Aktien-Portfolio die anstehenden Dividendenzahlungen im Blick zu halten. Der Kalender muss strukturiert aufgebaut sein und mir neben den Hauptversammlungs-Terminen die wesentlichen Kennzahlen der Unternehmen meiner Aktien-Watchlist zeigen.
Bewertung 5