Amerikanische Banken erheben gewöhnlich Gebühren für das Abheben von Bargeld. Demnach werden für Barabhebungen am Geldautomaten ca. 3 US-Dollar für Fremdbank-Kunden berechnet. Der Betrag für Barauszahlungen kann zwischen den Banken zwischen 2,50 und 5 US-Dollar variieren, liegt erfahrungsgemäß jedoch meist in der Mitte bei ca. 3 US-Dollar.

Ein Beispiel aus Kunden-Sicht: Sie reisen in die USA und wollen Dollar am Geldautomaten abheben und gehen zur nächst gelegenen Bank oder zum nächst gelegenen Geldautomaten, der in den USA ATM genannt wird. Möchten Sie 100 Dollar abheben, erhalten Sie einen Hinweis des Geldautomaten, dass eine Gebühr bspw. von 3 Dollar erhoben wird. Damit haben Sie vorab die Information wie teuer die Geldabhebegebühr ist und können selbst entscheiden, ob sie diese zahlen wollen oder den Vorgang abbrechen.

Die San Francisco Federal Credit Union verzichtet bisher auf eine Gebührenerhebung für das Geldabheben am Geldautomaten. Für deutsche Bank-Kunden mag die amerikanische Gebührenpolitik gewöhnungsbedürftig sein. Jedoch berechnen Amerikanische Banken für die meisten Dienstleistungen, die sie nicht für eigene Kunden anbieten eine Gebühr. Die Gebühr, die deutsche Banken an die amerikanischen Geldinstitute für die Nutzung einer Fremdleistung erheben wird von den meisten Banken den Kunden nicht in Rechnung gestellt. Dies gilt insbesondere für die Direktbanken, wie die Comdirect oder Barclaycard, die explizit damit werben, dass Geld abheben im Ausland für ihre Kunden eine kostenlose Dienstleistung ist. Achten Sie bei Ihrer Hausbank darauf, dass keine Abhebegebühren im Ausland berechnet werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Dies betrifft jedoch ausdrücklich nicht die Gebühren, die fremde Banken in Rechnung stellen. Die Geldabhebegebühren werden von den amerikanischen Banken direkt berechnet, d.h. eine deutsche Bank hat unmittelbar keinen Einfluss hierauf. In der Vergangenheit wurde von einigen deutschen Banken auch die Geldautomatengebühr im Ausland auf Antrag erstattet. Hierzu mussten die Kunden die Belege nach ihrer Reise bei der Hausbank einreichen und der Betrag wurde, teilweise aus Kulanz, erstattet. Heute bietet die DKB noch diese Dienstleistung an.

Auslandseinsatzentgelt

Das sogenannte Auslandseinsatzentgelt wird berechnet, wenn ein Währungstausch vorgenommen werden muss. Ihr deutsches Bank-Konto läuft bspw. auf Euro und sie wollen in den USA Dollar erhalten, so findet ein solcher Währungstausch statt. Die Banken zahlen für den Geldwechsel untereinander häufig eine Gebühr, die sie teilweise an ihre Kunden weitergeben.

Sofern Sie sich schon mal gefragt haben, warum es so viele Wechselstuben an Flughäfen gibt, so ist der Grund, dass hierbei eine ordentliche Gebühr auf den Währungstausch erhoben wird und die Wechselstuben damit ihr Geschäft machen. Diese ist gewöhnlich nicht einzeln ausgewiesen, sondern in dem Wechselkurs bereits berücksichtigt.

Im Vergleich zu den Wechselstuben ist die Dienstleistung der Bank verhältnismäßig günstig. Als Kunde versucht man jedoch meist so wenig Gebühren zahlen zu müssen und sollte daher in den Konditionen oder im Preisverzeichnis seiner Bank darauf achten, dass kein Auslandseinsatzentgelt erhoben wird.

Wann wird Auslandseinsatzgentgeld erhoben?

Es gilt hierbei zu beachten, dass ein Auslandseinsatzentgelt bspw. bei der Bezahlung eines Hotelzimmers erhoben wird, das nicht in Euro abgerechnet wird. Auch beim Online-Shopping gilt es zu beachten, dass bei der Bezahlung ein Auslandseinsatzentgelt erhoben werden kann.

Auslandseinsatzentgelt auf Euro Bezahlungen

Es gibt sogar seltene Fälle, in denen ein Auslandseinsatzentgelt auf Euro Bezahlungen erhoben wird. Im Falle der Targobank wird bspw. eine Gebühr berechnet, wenn eine Zahlung aus der Schweiz initiiert wird. Obwohl der Betrag in Euro abgerechnet ist, begründet sich die Gebühr auf den Umstand, dass die Schweiz zum EU-Ausland gehört.

Erstattung der Geldautomatengebühr im Ausland am Beispiel der DKB

Die DKB wirbt als eine der wenigen Banken damit, dass ihre Kunden weltweit kostenfrei Bargeld abheben können. Da die Geldautomatengebühren im Ausland von der Bank direkt berechnet werden und die DKB keinen Einfluss hierauf hat, ist die Erstattung der Geldautomatengebühren für DKB Kunden möglich, jedoch mit Aufwand verbunden. Fotografieren Sie hierzu den Rechnungsbeleg des Geldautomaten / ATM und schreiben unter Angabe Ihrer Kontonummer eine E-Mail an den DKB Kundenservice mit angehängtem Foto des Belegs. Die DKB ist bei der Erstattung sehr schnell, sodass die Gebühren oftmals schon am nächsten Bankarbeitstag auf dem Kundenkonto gutgeschrieben werden. Die DKB Bank rechnet hierzu die Dollar Beträge in Euro zum aktuell gültigen Wechselkurs um.

Für Reisende bietet die DKB damit die beste Kreditkarte für Reisen

Die DKB Visa Card ist aufgrund der Kulanz bei der Berechnung von Auslandseinsatzgebühren und Geldautomatengebühren die kundenfreundlichste Bank für eine Reise in die USA. Der Wechselkurs variiert hierbei unter den Banken, macht meist jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Gebühren aus. Die DKB bietet ihren Kunden die Möglichkeit die Gebühren zum Abheben von Bargeld im Ausland zu erstatten und zählt damit zu einer der kundenfreundlichsten Reisebanken in die USA.

Was mache ich, wenn ich meine Kreditkarte im Ausland verliere?

Es kann immer mal vorkommen, dass Sie ihre Kreditkarte im Ausland verlieren. Entweder sie wird geklaut oder fällt ihnen unbemerkt hin oder Sie vergessen die Karte schlicht in einem Terminal oder Restaurant.

Kontaktieren Sie umgehend ihre Bank. In vielen Fällen können Sie eine Karten-Sperre über die bankeigene App oder das Online Banking vornehmen und gleichzeitig eine neue Karte bestellen. Sie können sich auch an den telefonischen Kundenservice wenden, der teilweise jedoch mit etwas Wartezeit verbunden ist. Einige Banken bieten Notfallkarten an, die sie bereits nach kurzer Zeit im Hotel in Empfang nehmen können. Erkundigen Sie sich hierzu vor Reiseantritt am Besten bei ihrer Hausbank. 

Tipp: Ohne Gebühren in den USA bezahlen

Sollten Sie Gebühren für das Geldabheben oder den Währungswechsel vermeiden wollen, so können Sie bar bezahlen. Wechseln Sie hierzu vor Reiseantritt bei Ihrer Hausbank in die jeweilige Landeswährung, im Falle der USA entsprechend in US-Dollar. Da Sie in diesem Falle mit einer höheren Summe Bargeld reisen, empfehlen wir stets den Hotel-Safe zu nutzen und nur so viel Geld mit sich zu führen, wie sie an dem Tag auch benötigen. Für den Notfall sollten Sie immer noch eine Kreditkarte mit sich führen, idealerweise getrennt von Ihrem Bargeld, damit Sie im Falle eines Diebstahls noch flexibel sind.

Sollten Sie eine Reise in die USA planen, können Sie mit unseren Tipps schon vorausschauend planen, welche Geldautomatengebühren in den USA auf Sie warten und wie Sie diese gering halten können. Die eingesparten Bankgebühren lassen sich in Amerika, bspw. in der Shopping-Metropole New York sinnvoller ausgeben. 

Geld abheben in Thailand

Schauen Sie im Thailand Urlaub nach Geldautomaten mit Mastercard oder Visa Logo. Sofern Sie in Deutschland nicht regelmäßig mit Ihrer Kreditkarte zahlen, sollten sie unbedingt noch mal prüfen, ob Sie die aktuelle Kreditkarten-PIN kennen. Dies vermeidet Komplikationen vor Ort, die je nach Bank nicht einfach zu lösen wären. 

Bei Kreditkarten fallen unter Umständen Gebühren fürs Geldabheben im Ausland an. Prüfen Sie im Preisverzeichnis Ihrer Direktbank oder sprechen Sie mit Ihrem Berater, welche Kosten auf Sie zukommen werden. Einige Kreditkarten Anbieter verzichten darauf zusätzliche Kosten den Kunden in Rechnung zu stellen. Gewöhnlich ist das Geldabheben in Thailand am Geldautomaten unabhängig von optionalen Kreditkartengebühren deutlich günstiger, als Bargeld in einer Bank oder Wechselstube umzutauschen. Insbesondere in Wechselstuben kommen hierbei Aufschläge von ca. drei bis fünf Prozent auf Sie zu. Tauschen Sie bspw. 1.000 Euro um, so zahlen Sie hierdurch 30 bis 50 Euro Wechselgebühren, die Sie im Thailand Urlaub sicher sinnvoll anders verwenden können. 

In den Touristengebieten in Thailand gibt es viele Banken und Geldautomaten. Sie können mit Ihrer  Kreditkarte Geld im Ausland abheben. In Thailand sollten Sie darauf achten, dass viele Banken ein Tageslimit von 10.000 bis 20.000 Baht (umgerechnet entspricht dies je nach Wechselkurs ca. 250 bis 530 Euro) haben. Bei den meisten thailändischen Geldautomaten fallen daneben noch Automaten-Gebühren von etwa 200 Baht an. Durch diese Gebühren wird das dichte Filialnetz finanziert, d.h. die thailändischen Banken decken hiermit die Kosten um das sehr breite Filial- und Geldautomatennetz.