Die Comdirect gehört zu über 80 % der Commerzbank. Hauptsitz der Comdirect ist in Quickborn bei Hamburg. Die Bank wurde 1994 als Direktbank-Ableger der Commerzbank gegründet. 1998 wurde die Gewinnschwelle überschritten, d.h. die Direktbank wurde profitabel und in eine Aktiengesellschaft transformiert. Seit 2000 ist sie an der Börse notiert. (Link Tipp: Öffnungszeiten Börse) Der Versuch ausländische Ableger der Comdirect zu gründen schlugen gegen 2004 endgültig fehl. Gesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Italien wurden verkauft oder aufgelöst.


Daten & Fakten

Die Comdirect hat ca. 2,7 Millionen Kunden und betreut ein Kundenvermögen von ca. 52 Milliarden Euro. (Stand 2013).


Leistungen & beliebte Produkte

  • Depot für den Handel von Wertpapieren inkl. Online-Investment
  • Kostenloses Girokonto
  • Comdirect Kreditkarte
  • Baufinanzierungen
  • Anlageberatung

Besonderes

Durch die Zugehörigkeit zur Commerzbank ist die Comdirect Teil der Cash Group, d.h. Kunden können kostenlos an Geldautomaten der Cash Group mit ihren Comdirect EC-Karten Geld abheben. Einlgen sind durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken sowie den Einlagen-Sicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken abgesichert. Wie Ende 2016 bekannt wurde plant die Comdirect den Wettbewerber OnVista zu übernehmen. Diese Transaktion ist für 2017 geplant und muss noch von den Bankaufsichts- und Kartellbehörden genehmigt werden. Die Comdirect besitzt zurzeit vier verschiedene Bankleitzahlen (BLZ). Leider sind die BLZ nicht logisch aufgebaut, d.h. jeder Kunde muss in seinen Einstellungen prüfen, welche BLZ für seine Produkte gültig ist. Diese sind:

  • BLZ: 200 411 11, BIC: COBADEHDXXX
  • BLZ: 200 411 33, BIC: COBADEHD001
  • BLZ: 200 411 44, BIC: COBADEHD044
  • BLZ: 200 411 55, BIC: COBADEHD055

Apple Pay

Im Dezember 2018 führte Apple das mobile Bezahlverfahren Apple Pay auch auf dem deutschen Markt ein. Im gleichen Jahr brachte Google sein Produkt Google Pay, kurz G Pay auf den deutschen Markt, sogar einige Monate vor Apple. Durch die weite Verbreitung von Apple Pay bspw. in den Apple Stores, die kaufkräftigere Zielgruppe sowie die aufwändige Kommunikation durch Apple, wird Apple Pay eine größere Verbreitung zugetraut als dem Wettbewerber Google. 

Seit Veröffentlichung von Apple Pay auf dem Deutschen Markt bietet die Comdirect als eine der ersten Banken, neben der Deutschen Bank, N26, Hypovereinsbank und weiteren kleinen Banken bzw. spezialisierten Bezahldienstleistern die moderne mobile Bezahlmethode aus dem Hause Apple an. 

Mit Apple Pay können alle Comdirect Kunden, die über ein Smartphone der Marke Apple mit integriertem NFC Chip verfügen kontaktlos mit ihrem Smartphone bezahlen. Da die Verbreitung von Terminals, die kontaktlose Bezahlungen akzeptieren in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat, ist die Akzeptanz entsprechend hoch. So lassen sich Rechnungen mit dem Smartphone bspw. in Supermärkten, wie Aldi oder Rewe begleichen. Kunden, die über keine iPhones verfügen, sondern über Smartphones mit integriertem NFC Chip und dem Android Betriebssystem können bei der Comdirect Google Pay als mobiles Bezahlverfahren verwenden. Damit zählt die Comdirect zu einer der innovativsten Banken in Deutschland, die von Beginn an auf neue Technologien setzt, um den Kunden moderne Bezahlmöglichkeiten zu ermöglichen. 

Derzeit lassen sich die Zahlungen über Apple und Google Pay über die Comdirect Visa Card verrechnen. Es gibt Gerüchte, dass die Commerzbank-Tochter Comdirect auch an einer Integration von Girocards arbeitet, womit die geleisteten Zahlungen unmittelbar dem Girokonto berechnet werden und nicht wie bei Kreditkarten üblich gesammelt und anschließend verarbeitet werden. Da Girocards in Deutschland deutlich verbreiteter und vom Kunden akzeptierter sind, als Kreditkarten wäre dies der nächst logische Schritt. 


Comdirect Bewertung

Die Comdirect ist als innovativer Online-Ableger der Commerzbank gegründet worden. Durch das fehlende Filialnetz eignet sich die Comdirect nur für Kunden, die keine persönliche Beratung bei einem Bank-Berater wünschen. Durch die langjährige Erfahrung, insbesondere mit Online-Depots, dem Online-Girokonto und der Comdirect Kreditkarte eignen sich die Produkte der Comdirect für vermögende Privatkunden. Das kostenlose Girokonto (Tipp: kostenloser Girokonto-Vergleich) sowie die kostenlose Kreditkarte sind grundsätzlich für alle Kundengruppen interessant. Prüfen Sie im kostenlosen Kreditkarten-Vergleich ob die Comdirect Kreditkarte für Ihre Ansprüche optimal ist. Für Reisende ist die kostenlose Comdirect Kreditkarte von Visa interessant, da sie als Zahlungsmittel im Ausland weit verbreitet ist und im Vergleicht mit attraktiven Konditionen überzeugen kann. Somit ist Geldabheben am Automaten im Ausland kostenlos. Beachten Sie hierzu jedoch die jeweils geltenden Geschäftsbedingungen sowie unseren Beitrag zum Thema Geldautomatengebühren im Ausland inklusive unserer Tipps, wie Sie diese minimieren oder vollständig umgehen können, um Ihr Reisebudget nicht unnötig zu belasten.

Das Online-Banking der Comdirect ist einfach und übersichtlich gestaltet und eignet sich selbst für Trading von unterwegs mit der kostenlosen photoTAN App. Auch das App Angebot, also das Mobile Banking der Comdirect ist vorbildlich. So können die Funktionen des täglichen Bedarfs, wie Überweisung, Kontostand prüfen, Wertpapiere kaufen oder verkaufen auch einfach per App von unterwegs erledigt werden. Seit 2018 können auch Fremdbankkonten ergänzt werden. Sollten Sie bspw. ein Tagesgeld-Produkt oder eine Kreditkarte bei einer anderen Bank haben, können Sie diese in ihr Comdirect Banking integrieren und haben somit einen vollständigen Überblick über ihre Finanzen. Im Depotvergleich können Sie die Leistung der Comdirect mit anderen deutschen Banken übersichtlich einsehen. 


Tagesgeld- und Festgeld Empfehlung

Die Comdirect unterliegt dem Einlagensicherungsfonds, d.h. dass im Falle einer Insolvenz der Comdirect sind Spareinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 € abgesichert. Private Anleger können auch höhere Anlagebeträge absichern, indem sie bei mehreren Banken Beträge jeweils bis zu 100.000 € anlegen. Für Tagesgeld- und Festgeld-Konten eignet sich diese Risikostreuung besonders gut. Vergleichen Sie die aktuellen Tagesgeldzinsen der deutschen Banken im Tagesgeld-Vergleich.